CFS-Finanzplatzindex legt wieder zu
Der CFS-Finanzplatzindex für das dritte Quartal 2010 ist gegenüber dem Vorquartal um 2,4 Punkte auf 110,4 Punkte gestiegen. Dabei haben sich die Subindizes „Performance“ und „Prognose“, die Beurteilungen des vergangenen bzw. kommenden Quartals, weiter angenähert und sind jetzt zum ersten Mal seit Anfang 2009 wieder nahezu auf gleicher Höhe.
Alle vier befragten Unternehmensgruppen (Finanzinstitute und Börse, Finanzplatzorientierte Dienstleister, Finanzplatzbezogene Institutionen, Finanzplatzprofitierende Dienstleister) verzeichnen eine positive Entwicklung. Diese ist bei den Finanzplatzorientierten Dienstleistern mit +5,3 Punkten wesentlich größer als bei den Finanzinstituten mit +1,5 Punkten. Bei den Finanzplatzorientierten Dienstleistern haben insbesondere steigende Umsatz- und Mitarbeiterzahlen zu dem Zuwachs geführt. Die Entwicklung der Erträge und geleisteten Investitionen sind dagegen konstant geblieben. Innerhalb der Gruppe der Finanzinstitute zeigt sich ein differenzierteres Bild. Während Banken einen Rückgang beim Beschäftigungsniveau verzeichnen (-4,8), registrieren die restlichen Befragten dieser Gruppe (z. B. Asset Manager, Versicherungsgesellschaften) eine überdurchschnittlich hohe Zunahme bei der Mitarbeiterzahl (+11,5). Die Veränderung der Ertragssituation wird dagegen von den Banken mit +4,0 Punkten benannt, von den restlichen Befragten der Gruppe der Finanzinstitute mit -10,0 Punkten. Bei den Banken steigen also Umsätze und Erträge, während Beschäftigung und Investitionen diese Entwicklung nicht aufnehmen.
„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass im Gegensatz zu den anderen Finanzinstituten die Banken ihre Kapazitäten nicht erweitern, sondern bestehende Kapazitäten lediglich mehr auslasten. Diese Zurückhaltung könnte im Zusammenhang mit der Unsicherheit bezüglich der geplanten Regulierungsvorhaben stehen“, erklärt CFS-Direktor Professor Dr. Jan Pieter Krahnen.

Konstruktion des Index
Der CFS-Finanzplatzindex basiert auf einer vierteljährlich durchgeführten Managementbefragung unter aktuell über 400 Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland. Der Index fasst qualitative Angaben bezüglich der Unternehmenskennzahlen Geschäftsvolumen, Ertragssituation, Mitarbeiteranzahl und Investitionen bezüglich des gerade vergangenen und aktuellen Quartals zusammen. Die vier angesprochenen Bereiche repräsentieren zusammengenommen in Ansätzen die volkswirtschaftliche Wertschöpfung der Finanzindustrie. Konstruktionsbedingt beträgt der maximale Indexwert 150, der minimale 50; ein Wert von 100 signalisiert eine neutrale Stimmungslage. Bei der Umfrage handelt es sich um eine Panel-gestützte Erhebung bei Unternehmen und Institutionen der Finanzindustrie und der von ihr direkt und indirekt profitierenden Unternehmen. Die zugrundeliegende Definition ist sehr weit gefasst und beinhaltet nachfolgende vier Gruppen.

Mehr Informationen zum Finanzplatzindex des Center for Financial Studies und den Details der aktuellen Ergebnisse erhalten Sie unter:


